Lifestyle

USA – culture shock or almost like home? // USA – Kulturschock oder doch fast wie Zuhause?

How will it feel to suddenly live in America, on a whole other continent, over 7000km away from home? How will it be to only talk in a different language, not to see familiar faces anymore and finding yourself in a place that is completely different to what you are used to? These and 1000 other questions and thoughts were flying through my head when I sat on a plane to New York last July knowing that my life will completely change in the next few hours.

Wie wird es sich wohl anfühlen, plötzlich in Amerika, auf einem ganz anderen Kontinent, über 7000km weit weg von Zuhause zu leben? Wie wird es sein, nur noch in einer anderen Sprache zu sprechen, plötzlich keine bekannten Gesichter mehr um sich zu haben und alles als komplett neu zu empfinden? Diese und 1000 weitere Fragen und Gedanken sind in meinem Kopf gekreist, als ich letzten Juli im Flieger nach New York saß und wusste, dass sich mein Leben in wenigen Stunden vollkommen verändern wird.

Now I’ve already been here for almost 8 months and living here became the most normal thing in the world to me. Nevertheless I can exactly remember the moment when I and some other Au pairs stood in line for the border control at Newark Liberty International Airport and I looked out of the window asking myself what the hell am I doing here. In this moment I could not imagine to continue my life in the US and I had no idea, how the next days, weeks and months will change me. Now I can say that this was the only moment I experienced something you would call culture shock because right the second we left the airport I was so overwhelmed by all the impressions that I didn’t have the time to think about how crazy we are for traveling to the US for a whole year without having a clue what really awaits us.

Mittlerweile bin ich seit fast 8 Monaten in den USA und das Leben hier ist völlig normal für mich geworden. Trotzdem kann ich mich noch sehr gut an den Moment erinnern, als ich zusammen mit ein paar anderen Au pairs in der Warteschlange zur Einreisekontrolle am Newarker Flughafen stand, aus dem Fenster geschaut habe und mich gefragt habe, was zum Teufel ich hier eigentlich gerade mache. Ich konnte mir in diesem Augenblick absolut nicht vorstellen, was in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten auf mich zukommen wird und wie ich mein Leben hier weiterführen soll. Jetzt kann ich sagen, dass diese wenigen Sekunden der einzige Kulturschock waren, den ich gehabt habe, denn sobald wir den Flughafen verlassen haben, haben die vielen Eindrücke mich umgehauen und ich hatte gar keine Zeit mehr, darüber nachzudenken, wie verrückt wir eigentlich sind, ein Jahr nach Amerika zu fliegen, ohne richtig zu wissen, was uns erwarten würde.

But I got used to all the differences pretty quick and started to enjoy exploring this new world soon. I felt comfortable very fast because with the exception of our bus driver who brought us to the hotel Americans are the friendliest people I’ve ever met and after being here for 8 months I still feel the same way. Everyone is so helpful and courteous and you don’t have to be afraid to ask a question because you will get help immediately. Furthermore you’ll get caught in a conversation with strangers more often and I never met so many nice people who brightened my day with their nice words. When I think back to the first days in the US which I spend at the Au Pair Academy in New Jersey I also remember that I was so happy I downloaded an app to convert units because I didn’t have a clue what 72 degrees Fahrenheit means or how big 7 inches are. To be honest: I still don’t know and even though I developed a feeling for different heights, weights and temperatures this app is still a good helper and I think I use it almost every day. The language never was an issue for me and I also almost never wanted to say something or answer somebody in German, but at the beginning you definitely feel like a stranger when nobody talks in your native language to you anymore.

Trotzdem habe ich mich sehr schnell sehr wohl gefühlt, denn abgesehen vom Busfahrer, der uns ins Hotel gefahren hat, sind Amerikaner die freundlichsten Menschen, die ich je getroffen habe und davon bin ich auch nach 8 Monaten noch zu einhundert Prozent überzeugt. Jeder ist extrem zuvorkommend und hilfsbereit und man wird bei keiner Frage komisch angeschaut, sondern bekommt immer direkt Hilfe angeboten. Man kommt viel schneller mit Fremden ins Gespräch und ich habe noch nie so viele Leute getroffen, die mir mit ihren Worten meinen Tag versüßt haben. Wenn ich versuche, an die ersten Tage in den USA zurückzudenken, die ich in New Jersey in der Au Pair Academy verbracht habe, fällt mir außerdem ein, wie froh ich darüber war, mir eine App runtergeladen zu haben, um Einheiten umrechnen zu können, denn ich hatte keine Ahnung was 72 Grad Fahrenheit bedeutet oder wieviel 7 inches sind. Und wenn wir ganz ehrlich sind: ich weiß es immernoch nicht. Ich habe zwar angefangen, ein gewisses Gefühl dafür zu entwickeln und kann mir unter einer gewissen Größe, Temperatur oder einem Gewicht etwas vorstellen, aber diese App ist immernoch einer meiner besten Freunde und Helfer. Auch mit der Sprache bin ich von Anfang an wirklich gut klargekommen und ich hatte nur wenige Momente, an denen ich plötzlich auf Deutsch losquatschen wollte, aber etwas fremd fühlt man sich doch, wenn auf einmal niemand mehr in der eigenen Muttersprache spricht.

There’s probably no other country in this world you hear more stereotypes about than the US and that’s why you have many and somehow strange expectations when you first come here, but then you have to realize that many things aren’t true at all. But the American neighborhoods really look like you always see them in the movies: small (or sometimes pretty big) houses with a porch, a little front yard, a driveway with a garage that is attached to the house and no fence to the neighbors‘ property. But I don’t think that everything in the US is bigger or as big as everyone thinks it is – fair enough, you will see some trucks or big vans, but most of the cars have a normal size. I think it’s more interesting that the models you’ll find here are way different to the ones we have in Germany, even though it’s not so rare to see a VW Golf driving by. The streets aren’t that much bigger either – but filling the car with gas is definitely cheaper! But there is one thing I still think is pretty crazy: the variety and diversity of products in a grocery store! I’ve never seen so many different brands and kinds of cheese, cereal or pretty much everything they sell and that’s not only the case with groceries, but even in a drug store or like…pretty much everywhere?!

Es gibt wahrscheinlich kein Land auf dieser Welt, über das mehr Stereotypen verbreitet werden, als über die USA und deshalb hat man viele und teilweise auch echt seltsame Erwartungen, wenn man hier ankommt und muss oft feststellen, dass es absolut nicht so ist. Die amerikanischen Nachbarschaften aber sehen tatsächlich aus, wie man sie sich aus dem Film vorstellt: kleine (oder teilweise auch echt große) Häuser mit Veranda, einem kleinen Vorgarten, einer Einfahrt zur Garage und keinen Zaun zum Grundstück des Nachbarn. Zu der Vorstellung, dass in Amerika alles viel größer ist, als anderswo, bin ich allerdings geteilter Meinung, denn ich habe mir viele Sachen größer vorgestellt, als sie letztendlich sind. Angefangen bei den Autos – klar gibt es hier viele Trucks, Pick-ups und große Familienautos mit mehr als 5 Sitzen, aber auch ein VW Golf ist in den USA keine Seltenheit und viele Familien und andere Au pairs, die ich kenne, haben ein Auto, welches in meinen Augen eine ganz normale Größe hat. Interessanter ist es, dass es hier so viele Modelle gibt, die ich vorher noch nie gesehen habe und dass man dafür Modelle, die man aus Deutschland kennt, hier nicht so findet. Auch die Straßen sind nicht viel größer oder breiter, aber Tanken ist definitiv günstiger! Wovon ich wirklich immernoch überwältigt bin, ist die wahnsinnig große Auswahl und Vielfalt an Produkten, die man in den USA in jedem Supermarkt geliefert bekommt, wenn man einmal außen vor lässt, dass viele davon nicht unbedingt gut für unsere Körper sind. Ich habe noch nie so viele verschiedene Sorten an Müsli oder Käse gesehen und in den Drogeriegeschäften und so ziemlich allen anderen Läden geht es genauso weiter.

All in all there definitely are a few differences between Germany and the US, but I decided to use this post to only talk about the ones that were the most obvious ones for me in the first few days and weeks of being here. In the future I want to write more detailed posts about driving in the US, going out to eat or about traveling – and many other things I have in mind, so get ready for a whole lot of other posts in my new lifestyle category!

Alles in allem gibt es doch einige Unterschiede zwischen Deutschland und Amerika, von denen ich euch in diesem Beitrag erst einmal die genannt habe, die für mich in meinen ersten Tagen und Wochen am offensichtlichsten waren, aber ich möchte in der Zukunft auf viele Dinge noch gesondert oder spezifisch eingehen. Besonders zum Autofahren, Essen gehen oder Reisen gibt es noch so viel, was ich euch gern erzählen würde, also macht euch auf etwas gefasst!

xoxo,

Julia

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